Die Bönninghausen-Analyse verwendet kein weiteres Repertorium. Es verwendet, wie die anderen Analysen, das Complete Repertory. Alle Rubriken des alten Bönninghausen-Repertoriums sind im Complete Repertory enthalten.
Das Bönnighausen-Analyseverfahren ist eine Methodik die dann verwendet wird, wenn es die Symptome des Patienten verlangen. Es hat nichts mit einer speziellen Art von Repertorium zu tun, sondern vielmehr mit verallgemeinerten Rubriken, welche in jeden Repertorium gefunden werden können.
Der Unterschied liegt in der Art und Weise, wie die Berechnung erfolgt.
Anstatt nur darauf zu achten, wie eine Arzneimittel in einer bestimmten Rubrik dargestellt wird, wird viel Wert auf sein Vorkommen in verwandten Rubriken in anderen Bereichen des Repertoriums gelegt.
Die Berechnung wird wie folgt durchgeführt:
- Ignorieren des Grades des Arzneimittels, wie er in der Rubrik angezeigt wird.
- Stattdessen Verwendung eines Arzneimittelgrades, der auf Grund des Auftretens des Arzneimittels in verwandten Rubriken berechnet wird.
- Höhere Gewichtung eines Arzneimittels, wenn es in ähnlicheren Rubriken in verschiedenen Repertoriumsbereichen (wie Gemüt, Kopf, Allgemeines usw.) vorkommt.
- Korrekturvornahme für das Auftreten in polaren Rubriken (wie bess. - schl., oder Verlangen - Abneigung).
In der Bönninghausen-Analyseart werden üblicherweise allgemeinere und größere Rubriken verwendet.
Eine Mischung aus der Verwendung von kleinen spezifischen Rubriken mit großen allgemeinen Rubriken ist im Allgemeinen nicht sinnvoll.